Liebe Einachserfreunde,
dieses Jahr findet bei uns in Zollbrück kein Einachsertreffen statt! Hoffen aber den Einen oder Anderen von Euch bei einem anderen Treffen zu ¨treffen¨!
Somit wünschen wir Euch einen schönen Sommer und hoffen auf ein Wiedersehen beim nächsten Zusammenkommen 2013!
Hans Zaugg mit Familie und Einachserfreunde Zollbrück
http://www.youtube.com/watch?v=GtQ0CDrIXxw
http://www.youtube.com/watch?v=ibb_93l2X_U&feature=related
Unter dem Motto „60 Jahre Einachser“ luden am 6. + 7. August Hans Zaugg und die Einachserfreunde zum 4. Einachser und Motormähertreffen nach Zollbrück. Was 2005 mit einem Treffen im kleinen Rahmen begann, wandelte sich nach und nach zu einem Grossanlass.
Unter einem Einachser, auch Einachsschlepper / Einachstraktor genannt, versteht die Enzyklopädie eine Maschine mit nur 2 angetriebenen Rädern...und wird
"von dem in der Regel hinter der Maschine hergehenden Bediener gelenkt“. Eine vergleichsweise einfache Beschreibung, wenn man die Vielfältigkeit der Maschinen des 4. Einachser und Motormähertreffens gesehen hat.
Am Freitag, während das Festgelände eingerichtet wurde, trafen bereits die ersten Gäste ein. Dem Wetter schenkte das OK keine grosse Bedeutung, da es garantiert besser sein würde als 2009, als während des Treffens, wahrscheinlich die halbe Jahresregenmenge niederging.
Am Samstag um 9 Uhr gings los. Im Minutentakt trafen Besucher und Aussteller mit Maschinen ein. Bis zum Mittagessen war Einrichten, Administration, Besichtigung und Verpflegung angesagt. Anzutreffen waren hauptsächlich Maschinen aus einheimischer Produktion, wie Bucher, Aebi, Rapid, Grunder, Aecherli, Jdeal, Motrac, Merk-Pullax, Schilter, Buure-König und Simar, aus deutscher Produktion Jrus und Agria und aus Italien ein Goldoni. Als „Kuriosum“ gesellte sich ein 3-Rad KIVA-Chaise-Mähtraktor dazu.
Es wurden Maschinen ausgestellt die seit über 40 Jahren in Betrieb sind und am Morgen noch für die Fahrt zur Milchsammelstelle benutzt wurden, Maschinen welche nur noch für Austellungen und für kleinere Ausfahrten benutzt werden, top restauriert sind und Lackierungen aufweisen, wie sie sonst nur Klaviere haben, Maschinen mit Anbaugeräten wie Mähbalken, Pflug, Kartoffelschleudergraber, Schüttelgraber, Hackegge, Häufelkörper, Mistzetter, Graszetter, Bodenfräse, Seilwinde, Riemenscheibe, Holzspalter, Rückeschild, Holzfräse, Riemenpoulie usw, Maschinen mit moderneren Motoren,Maschinen mit individuellen Lackierungen, Heckspoilern, Alufelgen mit Niederquerschnittreifen, verchromten Auspuffen usw...eben jedem sein persönlicher 1achser.
Am Mittag war bereits die magische Grenze von 100 Maschinen gesprengt und erstaunlich viele Besucher drängten sich um die Fahrzeuge.. Mit einem solchen Aufmarsch hatte niemand gerechnet. Wahrscheinlich hatte uns das Sammlerportrait von Hans Zaugg in der Samstagsausgabe der BZ (BernerZeitung) eine grosse Anzahl Besucher beschert.
Die Festwirtschaft war auf einen solch grossen Ansturm zur Mittagszeit nicht vorbereitet und so waren bereits um 13 Uhr,120 Steaks und 250 Würste verspiesen. Mineralwasser und Bier musste schleunigst organisiert werden.
Wer aufs Essen warten musste, konnte sich mittlerweile mit einem Soft-Ice beschäftigen oder die extra aufgestellte Schau-Schnapsbrennerei von Walter Held besichtigen. Willige konnten „Ämme Whisky“ oder „Wedelebock-Bänzin“ vor Ort degustieren.
Nach dem Mittagessen fuhr Mann zur Tat. Auf einem abgeernteten Getreidefeld wurde mit sieben verschiedenen Maschinen ein Schaupflügen demonstriert. Kaum war Platz frei, wurden Hackeggen und Bodenfräsen in Stellung gebracht und ein Saatbeet wurde bereitet. Viele Besucher schwelgten in Erinnerungen zu den Zeiten, als solche Arbeiten noch überall mit derartigen Maschinen ausgeführt wurden, die Mondlandung noch bevorstand und die Beatles
noch Buben waren...
Nachdem in der mittlerweile aufgerüsteten Festwirtschaft, der grösste Durst gelöscht war, wurde zur grossen Emmental-Rundfahrt aufgestellt. Um 15 Uhr war Abfahrt. Eine Teilstrecke war für Allradfahrzeuge vorgesehen, die andere, etwas flachere Strecke, für „gezogene“ Wagen. Den höchsten Punkt überquerten wir beim Brüschhüsli auf rund 1000 Meter über Meer Die 400 Höhenmeter bedeuten für einen Holländer etwa das Gleiche, wie für einen Schweizer die Fahrt aufs Jungfraujoch . 2 Stunden dauerte der Ausflug und bestand aus einer Karawane aus ca. 40 Fahrzeugen. Glückliche Einachserfahrer erkennt man auch am Lächeln der Beifahrer und am Reservekanister auf dem Anhänger.
Alle kamen pannenfrei zurück, parkierten die Maschinen, und für eventuellen Regen erhielten die meisten Maschinen eine Plane.
Als letzte Vorführung des Tages, wurden mit einem Schleudergraber Kartoffeln geerntet, welche die emsigen Sammler gleich behalten durften.
Übrigens, punkto Holländer...ebenfalls konnten Gäste aus Norwegen, England, Deutschland und dem Tessin begrüsst werden. Einachserfans sprechen ja bekanntlich alle dieselbe Sprache..!
In der mittlerweile aufgerüsteten Festwirtschaft konnte dann z.B.bei einem Einachserkafi (nicht bleifrei), gehandelt, abgerechnet, gejammert, „plagiert“, debattiert, politisiert usw. werden. Für die Nacht konnte auf dem Campingplatz ein Zelt aufgeschlagen werden. Für diejenigen, die eigentlich lieber zu Hause hätten schlafen wollen, wurde in der Scheune Stroh eingestreut. Andere wiederum verbrachten die kurze Nachtruhe im Auto oder im Barackenwagen.
Am Sonntag um 8 Uhr gabs bei strömendem Regen Kaffee und Gipfeli,. Um 9 Uhr, bei Festbeginn, lachte bereits wieder die Sonne und so konnte mit dem geplanten Programm gestartet werden. Begonnen wurde mit einer Einachser-Holzer-Vorführung. Da wurde mit einer Seilwinde ein Baumstamm herangezogen, mit einer 2-Mann Motorsäge „gemetert“, anschliessend gespalten und zu guter Letzt noch in handliche Stücke zersägt. Diese Holzstücke befeuerten am Mittag den grossen Gussgrill den die Gäste zum Bräteln benutzen durften.
Auch wurde demonstriert wie man mit einem Einachser einen modernen Grosstraktor zu ziehen vermag
Das wunderbare Wetter zog wieder die Massen an.
Am Mittag waren innert kürzester Zeit 30 Kilo Hamme, 240 Würste und fast 20 Kilo Brot verspiesen. Aber diesmal, überall zufriedene Gesichter. Willige konnten trotzdem ein „Aemme-Whisky“ degustieren.
Zum Abschluss gabs nach dem Mittag noch eine Light-Version der Emmental-Rundfahrt die etwa 45 Minuten dauerte. Die restliche Zeit wurde benötigt um noch die nötigsten Fachdiskussionen weiterzuführen.
Für das OK war das Treffen 2011 einerseits ein voller Erfolg, da unfallfrei. (Das Samariterzelt blieb leer) Andererseits eine Freude, ein Wochenende mit Gleichgesinnten zu verbringen und um neue Kontakte zu knüpfen. Den Helfern an Herd, Theke, Verkehrsdienst, Adminisration, Service, Sicherheit usw gebührt grosse Anerkennung. Allen Austellern und Besuchern ein herzliches Dankeschön und bis 2013.
Text Daniel Rösch
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